Jörg Simon, Jahrgang 1960, studierte in den 80er Jahren visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Er konnte mehrere Stipendien für sich entscheiden und stellt seitdem regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen aus. Als aktiver Teil und Kenner der Frankfurter Kunstszene ist Simon ein gefragter Gestalter von Ausstellungen. Er kuratierte jahrelang die Galerie des Frankfurter Gallus Zentrums und ist auch in anderen Institutionen der Stadt und über deren Grenzen hinaus ein gefragter Kurator.

 

Simon arbeitet meist mit Film- und Fotomaterial, ob gefundenes oder selbst hergestelltes spielt keine Rolle. Er reiht Bilder aneinander, lässt Collagen entstehen, die den Betrachter auffordern, daraus eigene, individuelle Geschichten zu entwickeln. So macht Jörg Simon den Betrachter zu einem aktiven, wichtigen Teil seiner Kunst.

 

Doch immer wieder kommt es in Simons Arbeit zu ausbruchartigen Zeichnungszyklen, die je nach Verfasstheit des Künstlers sein Inneres nach Außen transportieren. In diesen Zeichnungen, meist Tusche auf Papier, hinterfragt Simon sein Sein, unser Sein. Er benutzt eine einfache, reduzierte Formensprache mit tradierten Symbolen und wiederkehrenden Motiven, voller Emotionen und Tatendrang. Ob mit vollem Pinsel oder leichtem Strich, Jörg Simon unterläuft die akademischen Sehgewohnheiten.

 

In der hier gezeigten Ausstellung ordnet, verbindet Simon Arbeiten aus verschiedenen Zyklen mit Fotos und Wandzeichnungen zu einer, seiner Sketch Show.